Rezension: Fremdes Land – James Lee Burke – Heyne Verlag

Eine große Geschichte über Gut und Böse

Fremdes Land – James Lee Burke (Autor), Ulrich Thiele (Übersetzer), Broschiert: 576 Seiten, Heyne Verlag (9. Mai 2016), 17,99 €, ISBN-13: 978-3453270152

Der Kultautor im Sektor Thrillerliteratur wählt bei diesem Roman eher einen sozialkritischen Ansatz. Er erzählt eine generationsübergreifende Geschichte, bei der es um Geld, Macht, Kriminalität, Korruption und Beziehungskonflikte geht.

Weldon Avery Holland ist der Held dieses großen und breiten Romans. James Lee Burke eröffnet die Geschichte in den 30er Jahren mit dem 16-jährigen Weldon. Wir folgen Weldon, der als Leutnant der Infanterie die Ardennenoffensive („Battle of the Bulge“) überlebt , bis hin zu einem der Nazi-Todeslager, wo er Rosita Lowenstein trifft. Wir erleben Weldon nach seiner Rückkehr nach Texas, wo er eine Pipeline-Gesellschaft gründet.

Weldon, Herschel, sein alter Kriegskamerad, Rosita und seine Ehefrau Linda Gail werden von einem waren Sammelsurium von Personen bedrängt: Geschäftsrivalen, sadistische Detektive, smarten Talentsuchern und antikommunistischen Hexenjägern, für sie die neu geschaffene Dixie Belle Pipeline Company eine Störung ihres Universums darstellt.

Aber lesen sie selbst, lassen Sie sich zurückversetzen in die Zeit, als die amerikanische Geschichte noch „unschuldig“ war. Folgen Sie Weldon Avery Holland. Erleben Sie seine Kämpfe, seine Werte, seine Überzeugungen. Spannend und voller Gefahren. In eine Welt, die Gutes und Böses hat, Dunkelheit und Licht und all die unterschiedlichen Grautöne dazwischen. Es ist eine Liebesgeschichte. Es ist eine Geschichte über die menschliche Natur, über das Annehmen und Vergeben, über Recht und Unrecht, über Aktionen und Konsequenzen. Es ist eine Geschichte über das Festhalten an Überzeugungen, egal wie schwierig es wird. Es ist eine Geschichte darüber, was es bedeutet, ein Held zu sein. Es ist eine Geschichte über Erlösung. Und, und, und …. Eine der typischen Great American Novels.

James Lee Burke schreibt außerordentlich straff und lebendig, voll von starker und präziser Prosa, mit den unglaublichsten Wortbildern, bemerkenswert und atmosphärisch. Er entwickelt sehr unterschiedliche Charaktere, gründlich und tief. Darüber hinaus ist er ein Meister der Beschreibung. Er malt regelrecht die Landschaft der Ardennen, von Texas und Louisiana. Seine beschreibenden Passagen, seine Fähigkeit, Stimmung entstehen zu lassen und seine Charakterentwicklungen sind unvergleichlich. Das ist wirklich „Literatur“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Lesen Sie unbedingt diese faszinierende, große literarische Tour durch einige der bedeutendsten Ereignisse in der amerikanischen Geschichte. Schön, herzzerreißend und meisterlich geschrieben. Beste Unterhaltung ist garantiert.

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Heyne Verlages

http://www.randomhouse.de/Paperback/Fremdes-Land/James-Lee-Burke/Heyne-Hardcore/e478623.rhd

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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