Rezension: Kryptozän – Pola Oloixarac – Klaus Wagenbach Verlag

Biologen und Hacker – die totale Kontrolle

Kryptozän – Pola Oloixarac (Autor), Timo Berger (Übersetzer) 192 Seiten, Wagenbach, K (26. August 2016), 20 €, ISBN-13: 978-3803132802

„Krytozän“ ist um Cassio gebaut. Er ist ein argentinisch-brasilianischen Junge, der schon in frühen Jahren seine außergewöhnlichen Fähigkeiten und sein großes Interesse am Computer zeigt. Mit leicht asozialem Charakter konzentriert er sich auf Maschinen und endet als ein Hacker, als Teil eines illegalen Projekts, das einen radikalen Schritt bei der Kontrolle des Verhaltens von Individuen unternimmt.

Und das scheint mir die Stärke dieses Romans zu sein, dass, wenn wir Verbrauchsdaten sammeln, wir bald genügend Informationen über Verhaltensmuster haben könnten, um Einzelpersonen direkt steuern zu können. Wenn soziale Netzwerke heute Zugang zu Informationen über unsere Interessen, unsere Recherchen, unsere Familie und Freunde haben, was wird im Jahr 2024 geschehen?

Die Arbeit gliedert sich in drei Kapitel zu verschiedenen historischen Perioden (1882, 1983 und 2024) und drei verschiedene Protagonisten (Niklas Bruun, Cassio und Piera). Was haben diese drei Teile gemeinsam? Alle konzentrieren sich auf die Fortschritte der Wissenschaft im Laufe einiger Jahrhunderte. Wie wir wissen, war im neunzehnten Jahrhundert die wissenschaftliche Forschung, vor allem eine Arbeit der Biologen, die die Welt bereisten, um die Arten zu studieren. Dies ist der Fall bei Niklas, der an der Expedition teilnimmt eine Pflanze namens Crissia pallida zu studieren. Cassio lebt seinerseits in der Ära der Entwicklung von Computern und speziell als Hacker. Piera ist Biologin wie Niklas, aber im Jahr 2024. Die Biologie hat sich komplett verändert und Cassio, beteiligt sich an einer Forschungsgruppe, die Proben menschlicher DNA sammelt.

Die drei Charaktere werden als einsame Menschen porträtiert, isoliert und vom Rest der Welt falsch verstanden. Oloixarac verwendet eine wissenschaftliche Sprache, wo Computer und Botanik ein großes Repertoire an Metaphern bieten.

Pola Oloixarac schafft eine dystopische Welt, in der die Bevölkerung durch ihr genetisches Material überwacht wird, eine Art neuer Hacker. Pola Oloixarac zeigt uns eine Zukunft, wo die Geheimnisse der DNA sowie die Geheimnisse des Lebens von Pflanzen und Tieren, die Erstellung eines perfekten Mischungen verschiedener Spezies ermöglichen könnte.

Es ist die Art und Weise wie die Autorin ihr Buch und das Thema aufbaut, weniger die Schönheit des Textes. Es ist für mich neu und spannend.

Wer auf der Suche nach einer kunstvollen Erzählung voller technologischer Referenzen und mit einem Hauch von Science-Fiction ist, der liegt mit diesem Buch genau richtig.

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Klaus Wagenbach Verlages

http://www.wagenbach.de/buecher/titel/1043-kryptozaen.html

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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